Unter den bestehenden Forschungen zur Behandlung von Bewusstseinsstörungen (DOC) bietet die tiefe Hirnstimulation (DBS) einen sehr vielversprechenden therapeutischen Ansatz. Diese umfassende Übersicht dokumentiert die historische Entwicklung von DBS und seine Rolle bei der Behandlung von DOC und verfolgt dessen Fortschritt von einer experimentellen Therapie zu einem detaillierten Modulationsansatz basierend auf der Mesoschaltkreis-Modell-Hypothese. Die Hypothese des Mesoschaltkreis-Modells legt nahe, dass DOC durch Störungen in einem kritischen Netzwerk von Hirnregionen entsteht und bietet einen Rahmen zur Verfeinerung der DBS-Ziele. Wir diskutieren auch multimodale Ansätze zur Beurteilung von Patienten mit DOC, einschließlich klinischer Verhaltensskalen, elektrophysiologischer Bewertung und neuroimaging-Techniken. Während der Entwicklung der DOC-Therapie haben sich die Segmentierung zentraler Kerne, die Aufzeichnung einzelner Neuronen und die Analyse lokaler Feldpotenziale als günstige technische Faktoren erwiesen, die die Wirksamkeit der DBS-Behandlung verbessern. Fortschritte in computergestützten Modellen haben auch eine tiefere Erforschung der neuronalen Dynamik ermöglicht, die mit DOC verbunden ist, und verbinden neuronale Dynamik auf Neuronenebene mit makroskopischen Verhaltensänderungen. Trotz vielversprechender Ergebnisse bleiben Herausforderungen bei der Patientenauswahl, der präzisen Zielortung und der Bestimmung optimaler Stimulationsparameter. Zukünftige Forschung sollte sich auf groß angelegte kontrollierte Studien konzentrieren, um die pathophysiologischen Mechanismen von DOC zu erforschen. Es ist unerlässlich, die genauen modulatorischen Effekte von DBS auf thalamo-kortikale und kortiko-kortikale funktionelle Konnektivitätsnetzwerke weiter zu klären. Letztlich zielen wir durch die Optimierung von Neuromodulationsstrategien darauf ab, die therapeutischen Ergebnisse erheblich zu verbessern und den Bewusstseinswiederherstellungsprozess bei Patienten deutlich zu beschleunigen.